Diabetes

Diabetes ist heutzutage eine sehr weit verbreitete Erkrankung, die mittlerweile auch Jüngere betrifft. Dies ist auf einen ungesunden Lebensstil mit schlechter Ernährung, Übergewicht und Bewegungsmangel zurückzuführen.

Von Blutungen und Mikroaneurysmen bis zu schweren Komplikationen wie Flüssigkeitsansammlungen und Gefäßneubildungen.

Grundsätzlich sind jährliche Kontrollen in weiter Pupille (Mydriasis) beim Augenarzt empfehlenswert.

Untersuchung

Durch erhöhte Blutzuckerwerte werden Zuckermoleküle in den Gefäßen abgelagert. Die Architektur des Gefäßsystems verändert sich. Entzündungen, Gefäßschädigungen und -neubildungen sind die Folge. Weil in allen Organen die Gefäße (Angiopathie) betroffen sind, kann Diabetes auch am Auge zu Veränderungen führen.
Hauptrisikofaktor hierfür ist die Erkrankungsdauer und ein schlecht eingestellter Blutzuckerwert (HbA1c = Langzeitzuckerwert ca. 2-3 Monate).

Behandlung

Werden diabetische Veränderungen am Augenhintergrund festgestellt, sind häufigere Untersuchungen notwendig. Wenn sich Flüssigkeit am Ort des schärfsten Sehens einlagert (Makulaödem) führt dies zu eine Verschlechterung des Sehens. Gerade Linien können wellig erscheinen (Amsler-Gitter-Selbstkontrolle). Das Makulaödem kann durch regelmäßige Medikamenteneingabe (Avastin, Lucentis, Eylea) reduziert werden. Diese speziellen Wirkstoffe hemmen den weiteren Flüssigkeitsaustritt aus den Gefäßen und führen bei regelmäßiger Gabe im Abstand von ca. 4 Wochen zu einer Stabilisierung und Verbesserung.

Erfolgt jedoch keine adäquate Therapie kann sich eine deutliche Sehverschlechterung bis hin zur Erblindung entwickeln.